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Inflationsrechner

Der Inflationsrechner ermittelt den realen Kaufkraftverlust durch Inflation. Anwendungshinweise und ökonomische Erläuterungen zum Thema Inflation folgen auf das Berechnungsformular.

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Bedienungsanleitung zum Inflationsrechner

Bitte füllen Sie das Formular mit einem heute verfügbaren Geldbetrag, der Inflationsrate und der Anzahl an Jahren bis zum Ausgeben des Geldes aus. Alle Felder oberhalb der Berechnungsschaltfläche sind Eingabewerte, die Sie anpassen können. Aus diesen Angaben ermittelt der Inflationsrechner die zukünftige Kaufkraft. Als zweites Ergebnis erscheint der Eurowert, also die reale Kaufkraft eines Euros nach Ablauf der genannten Zeitspanne.

Darüber hinaus gibt die Berechnung im Detailbereich die zukünftige Kaufkraft in Jahresschritten an. Da diese Liste recht lang werden kann, können Sie sie ausblenden, indem Sie auf das Label „verbergen -“ in der rechten oberen Ecke klicken.

Inflationsrechner zeigt Wertverlust durch Inflation
Exponentieller Abfall der Kaufkraft durch 2 % jährliche Inflation über einen Zeitraum von 100 Jahren

Das obige Bild ist ein Beispiel für die Ergebnisse des Inflationsrechners, die bei gleichbleibender Inflationsrate einem exponentiellen Verfall der Kaufkraft entsprechen. In rund 35 Jahren ist ein Euro nicht einmal mehr die Hälfte wert.

Inflationsökonomie

Gewöhnlich erstellen Zentralbanken einen Verbraucherpreisindex (VPI), um die Inflationsrate zu ermitteln. Alternativ bemisst der Erzeugerpreisindex (PPI), was Hersteller von Konsumgütern für ihre Vorprodukte bezahlen. Sowohl VPI als auch PPI sind gewichtete Durchschnitte von Warenkörben ausgewählter Waren und Dienstleistungen. Daher hängen Inflationsschätzungen davon ab, welche Güter und Dienstleistungen die Zentralbanken als wichtige Konsumgüter oder Produktionsfaktoren erachten. Es mag überraschen, welche Arten von elementaren Gütern, wie beispielsweise Wohnungen, nicht in den VPI eingehen! Außerdem können sich Gewichtungen für Waren und Dienstleistungen, die gegenwärtig im Index sind, ändern.

Nehmen wir Mobiltelefone als Beispiel für ein Konsumgut im Wandel. In den 1990er Jahren waren sie Telefone mit zusätzlicher Funktion zum Senden von Textnachrichten. Jetzt sind sie portable Allzweckcomputer mit integriertem Telefon und ersetzen im VPI zunehmend Desktop-Computer, was also die Gewichtungen von Gütern beeinflusst. Außerdem werden sowie mit steigenden Kameraauflösungen in Megapixeln, CPU-Geschwindigkeiten und Speichergrößen mit Blick auf die Funktionalität billiger. Eigentlich sind meine Telefone im Preis relativ konstant oder werden sogar teurer. Aber Notenbanker argumentieren, dass sie tatsächlich billiger werden, weil sie viel mehr können als früher. Solche Ansichten senken natürlich die offiziellen Zahlen zur Inflation.

Inflation ist Politik

Inflation ist Politik, und, so fürchte ich, die Politik wünscht sich mehr Inflation. Irgendwann in den 1990er Jahren erklärten Währungsökonomen eine Inflationsrate von 2 % zum Ziel, anstatt wie bisher Preisstabilität anzustreben. So beugt beispielsweise in der Begründung der EZB eine Zunahme des Harmonisierten Verbraucherpreisindex (HVPI) von jährlich 2 % Deflationsrisiken vor. Als Argument dient hier eine verzerrte Darstellung der Preisentwicklung, weil der HVPI die steigende Leistungsfähigkeit gerade von elektronischen Produkten infolge technischen Fortschritts nicht korrekt erfasst. Wenn also der HVPI Preissteigerungen im Technologiebereich unterschätzt, muss er steigen, damit Preisstabilität herrscht. Hier setzen Geldökonomen eben jene 2 % an. Ob billigere Technologieprodukte den in der Abwertungsgrafik dargestellten exponentiellen Verfall der Kaufkraft wirklich kompensieren, ist eine politische Frage. Denn wenn ein Euro in rund 35 Jahren nur noch 50 Cent wert ist, wird man nur noch halb so viel an essentiellen Gütern wie beispielsweise Lebensmitteln kaufen können wie heute.

Die Taylor-Rule der Währungsökonomie

Die Taylor-Rule ist ein Instrument der monetären Ökonomie, um Inflation und einen optimalen Zustand der Wirtschaft zu steuern. Nach der Taylor-Rule sollten sowohl eine Inflationsrate über dem Inflationsziel als auch eine sich überhitzende Konjunktur die Zinssätze erhöhen. Nach dieser Regel hätten die Leitzinsen während eines Großteils der 2010er Jahre negativ sein müssen, was im vergangenen Jahrzehnt Nullzinsen rechtfertigte. In 2022 erleben wir jedoch sowohl in der EU als auch in den USA eine Phase hoher Inflation im Bereich von 8 %. Und bis jetzt bleiben die Leitzinsen deutlich unter 1 %, obwohl die Taylor-Rule Werte von über 5 % nahe legt. Ob die Politik den Willen hat, die Inflation zu bekämpfen, bleibt abzuwarten. Wahrscheinlicher ist, dass die Preise noch viele Jahre lang rasant steigen werden.

Mathematische Formel für Inflation

Der Inflationsrechner verwendet folgende mathematische Formel, um den Rückgang an Kaufkraft durch Inflation zu ermitteln:

P(t) = P0 * (1 + i)-t

P(t): Kaufkraft zum Zeitpunkt t
P0: heutige Kaufkraft (zum Zeitpunkt t=0)
i: Inflationsrate
t: Zeit in Jahren

Referenzen

Verbraucherpreisindex: Statistisches Bundesamt

Taylor-Rule: Wikipedia.org

FRED Economic Data for the Taylor Rule: St. Louis FED

Ähnliche Berechnungen

Inflationsrechner auf Englisch: mathematicaleconomics.com


Publiziert: 17. September 2021
Aktualisiert: 4. September 2022

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